6 comments on “… als Munitionsarbeiter in der “Muna” Altenhain

  1. Hey

    I am a dane trying to sort out the fate of the German CW during the end of the war and in the years 1945 – 1948. I am particularely interested in information on shipments of CW in the end phase of the war. I see you have found something in Freiburg. I have found other relevant information in the British National Archieves in Kew near London, and I can recommend searching the files in DEFE 3 which is ULTRA decrypts from Bletchly Park. I have searched those for the last months of the war and they add to the in the sense, that the blowing up of CW munition was forbidden! Further they show, that “spitzen kampstoff” had first priority. The rest should be evacuated if possible but if not left behind and not blown up.

    Would you be interested in sharing information?

    Yours sincerely

    Jørgen Kamp

    PS you are welcome to reply in German. I can read and speak your language but not write it very well.

    Für alle, die nur wenig Englisch verstehen, hier ‘mal die deutsche Übersetzung: Ich bin ein Däne, der versucht, das Schicksal der deutschen CW (Chemical Weapons = Chemische Kampfstoffe; D.R.) während des Kriegsendes und in den Jahren 1945 – 1948 aufzuklären. Ich bin interessiert an Informationen über Transporte von Kampfstoffen in der Endphase des Krieges. Ich sehe, Sie haben etwas in Freiburg gefunden. Ich habe andere relevante Informationen im britischen Nationalarchiv in Kew in der Nähe von London gefunden, und ich kann empfehlen, Akten im DEFE 3 zu suchen, wo sich die ULTRA-Entschlüsselungen vom Bletchly Park befinden. Ich habe diejenigen aus den letzten Kriegsmonaten gesucht, und sie führen zu dem Schluss, dass die Vernichtung der CW-Munition verboten wurde! Weiter zeigen sie, dass “Spitzenkampfstoffe” (die neu entwickelten hochtödlichen Nervengifte Tabun, Sarin, Soman; D.R.) erste Priorität hatten. Der Rest sollte, wenn möglich, evakuiert werden, musste er aber zurückgelassen werden, sollte er nicht vernichtet werden. Würden Sie sich für einen Informationsaustauch interessieren?

    • Hi Jørgen,
      many thanks for the comment! Of course I would have big interest in the information from the British National Archive. However, I fear, unfortunately, I cannot serve with much more information. At that time I have looked only to Altenhain. There was not to be found a lot. And I have even some few eye-witness accounts… (Vielen Dank für den Kommentar! Natürlich hätte ich großes Interesse an den Informationen aus dem britischen Nationalarchiv. Ich fürchte aber, ich kann leider nicht mit viel mehr Informationen dienen. Ich habe damals nur zu Altenhain gesucht. Da war nicht viel zu finden. Und ich habe auch nur ein paar wenige Augenzeugenberichte…)

  2. Ich bin im besitz von bilder von die Muna in der Periode 1943 bis 1945, die Mutter meine frau kommt von Trebsen und iere Vater war während des Krieges in der Muna aus Niederlande arbeits beschäftigt.
    Wenn Sie Interesse an den Bildern habe höre ich dass von Ihnen.
    Grüße:
    G van den Heuvel
    Niederlande

    • Herr van den Heuvel,

      natürlich habe ich ein sehr großes Interesse an den Fotos!!! Und an der Geschichte dahinter. Es gab einige Arbeiter aus den Niederlanden in Altenhain, sowie in Trebsen (in der Papierfabrik waren Arbeiter und Arbeiterinnen aus der Papierfabrik in Renkum eingesetzt)…

      Mit bestem Dank für Ihre Rückmeldung und vielen Grüssen
      Dirk Reinhardt

      Dat zou geweldig zijn!!!

  3. Hallo nach Altenhain!

    Mein Name ist René Richter, ich wohne ca.10km entfernt und ich recherchiere ebenfalls zu einer Muna aus unserer Umgebung. Ich kann Ihnen bestätigen, dass das oben Geschriebene von Jorgen Kamp seine Richtigkeit besitzt. Es war nicht nur Grünring sondern und das ist wichtig Grünring III (siehe auch CWS Report von 1945 ca. 90.000 Granaten). Es handelte sich um den “Spitzenkampfstoff” Tabun oder auch Trilon 38 genannt. Deshalb stand das eher unbekannte Altenhain auf der Liste. Kampfstoffe durften nicht gesprengt werden. Das geht aus dem kompletten Befehl, welchen Sie abgebildet haben (Original liegt im Militärarchiv Freiburg im Breisgau vor) hervor. Spitzenkampfstoffe waren abzufahren, bekannte Kampfstoffe und das ist der Unterschied sollten nur umgekennzeichnet werden. Die Spitzenkampfstoffe sollten nicht in die Hände der Amerikaner und Russen fallen, da sie diesen noch unbekannt waren. Diese Kampfstoffe sollten auf Elbkäne verbracht und Richtung Ostsee oder Nordsee zur Verklappung transportiert werden.
    Sollten Sie mal Zeit haben könnten wir uns mal auf ne Tasse Tee und ein gutes Gespräch verabreden.

    • Hallo Renè,
      alles richtig, insoweit es die bisher bekannten Dokumente zu (Spitzen)Kampfstoffen betrifft. Ich kenne diese und auch entsprechende Literatur dazu. Allerdings möchte ich behaupten, daß nicht alles – ohnehin zum betrachteten Zeitpunkt Frühjahr 1945 sehr wenig – überliefert wurde. Oder es, evtl., anderslautende Bestrebungen gegeben haben könnte in den letzten Tagen. Selbst Speer hat Hitlers Nero-Weisungen verschleppt, umgangen, abgelehnt. Die Gründe dazu sind ein anderes Thema…

      Altenhain stand auf dieser Liste. Jedoch ist noch immer unbekannt, wann und wohin genau die Spitzenkampfstoffe abgefahren wurden und was damit wirklich passierte. Unklar ist auch die Tatsache, was der Ex-General von Schwedler hier noch tat (Warten auf die Amerikaner?). Belegt, mittlerweile durch mehrere Zeugen, ist allerdings der Fakt, daß die Muna zur Sprengung vorbereitet war – MIT den noch immer hier lagernden Grünring-Kampfstoffen. Also, wenn es hierzu auch nicht kam (selbst der letzte Kommandant lehnte die Sprengung – nach entsprechenden Nachkriegsaussagen – wohl ab), waren die Kabel gezogen und die Zündmaschine angeschlossen. Veranlasst aber durch einen Befehl (von wem?), dem Hitlers diesbezüglicher Befehl entgegenstand. Und das war ja anscheinend nicht nur in Altenhain so.

      Das mit der Tasse Tee klingt gut – im neuen Jahr? Insofern guten Rutsch!

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